Unsere Südamerikareise
vom 20.10.2011 bis 22.03.2012

Chile, Bolivien, Paraguay, Uruguay, Argentinien, Peru,

 Ecuador, Galapagos Inseln, Kolumbien, Insel San Andres


Mit ein paar Bildern wollen wir einen kleinen Einblick in unsere Südamerika-Reise geben. Los ging es am 20. Oktober 2011. Wir starteten vom Flughafen Frankfurt Main nach Santiago de Chile. Santiago liegt am Fuss der Anden und hat ringsherum Berge. Nach 3 Tagen fuhren wir an den Pazifik. Valparaiso ist sehr bunt. Antiquierte, hölzerne Aufzüge ermöglichen ein schnelleres Vorankommen in der hügeligen Stadt. Ein berühmter chilenischer Dichter, Pablo Neruda, hat sich am Hang ein Haus bauen lassen, es ist heute ein Museum.


Valparaiso

Der grösste Swimmingpool der Welt ist 1200 m lang und gehört zur Ferienanlage San Alfonso bei Algarobo. Er beinhaltet ca. 150.000 qm Salzwasser, das allerdings wärmer ist als der Pazifik. Man kann sich sogar Ruderboote ausleihen.

Weiter nördlich: Bergige Steppenlandschaft bei Vicunia im Valle del Elqui. Obwohl es nur 5 mal im Jahr regnet, gedeihen Kakteen und nach künstlicher Bewässerung auch wunderbarer Wein, der mitunter zur Herstellung des berühmten Pisco, ein Weinbrand, verwendet wird. Pisco-Sour ist das Nationalgetränk der Chilenen. Ausserdem gibt es in diesem Gebiet sternenklare Nächte. Bei Neumond wirft sogar das Licht der Milchstrasse Schatten auf die Erde. Es gibt dort in über 5000 m Höhe die weltgrössten Observatorien. Ein neues Projekt soll einen Spiegel von 42 m! Durchmesser bekommen. Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs, haben uns mit dem Minibus rauffahren lassen und sind dann runtergerollt ;-) war aber trotzdem/deswegen sehr schön.

   Im Valle de Elqui


Die Kupfermine Chuquicumata bei Calama in der Atacama-Wüste ist das grösste Loch, das von Menschen jemals gegraben wurde, 5,5 km lang, 3,5 km breit und 1,5 km tief. Die Kupfervorkommen reichen noch für über 50 Jahre.

Vulkane, farbenfrohe Lagunen mit Flamingos und das Valle de la Luna (Tal des Mondes) bei San Pedro de Atacama, Nordost Chile. 


Laguna Roja

Nach gut 2 Wochen kamen wir nach Bolivien. Im Grenzgebiet zu Chile gibt es eine atemberaubende Landschaft. Dort im Südwesten Boliviens liegt auch der grösste Salzsee unserer Erde, der Salar de Uyuni.  Die bis zu 10 m hohen Kakteen auf der Insel Pescada sind bis zu 1200 Jahre alt.


Der grösste Salzsee der Welt, Salar de Uyuni

Die Stadt Potosi war im 16. bis 18. Jahrhundert der grösste Silberlieferant der damaligen Welt. Die Stadt war damals mit über 120.000 Einwohnern grösser als Paris oder London. Spanien hatte seinen Reichtum zum grossen Teil den Silber-, Gold und Diamantenminen des Cerro Rico (Reicher Berg) zu verdanken, sieht man im Hintergrund. Mehr als 100.000 Tonnen Erz hat der Berg schon hergegeben. Es gibt sehr gut erhaltene Kirchen und Klöster und eine Münzstätte mit bis zu 500 Jahre alten Gebrauchsgegenständen. Geschichte zum anfassen. Auch heute noch werden in Genossenschaften Reste der Edelmetalle unter unvorstellbaren Bedingungen abgebaut, alles per Hand und Dynamit. Man kann es für 2 EURO pro Stange an den Strassenständen kaufen (Bin-Ladens-Paradise), und immer werden Cocablätter gekaut.

Die höchstgelegene Stadt der Welt, Potosi, auf ca. 4200 m mit dem Cerro Rico (Reicher Berg). Beim hoch- und runterlaufen in der Stadt kommt man ganz schön ins Schnaufen.

Antonio, ein ehemaliger Minenarbeiter, führte uns in die Stollen. Dynamit zum Mitnehmen (als Geschenk für die Mineros, denn sie müssen sich ihr Arbeitsmaterial selbst beschaffen)

Für einen Spanischkurs waren wir 3 Wochen in der offiziellen Hauptstadt Boliviens, Sucre. Man sieht die landesübliche Kleidung der Frauen. Bolivien ist das ärmste Land in Lateinamerika und Nachbar des reichsten Landes, Chile. Bolivien hat mit 50% noch die meisste indigene Bevölkerung Südamerikas.


Im Amboro Nationalpark machten wir einen zweitägigen Ausflug ins Unterholz, mit Übernachtung im Zelt. An den nächsten beiden Tagen fuhren wir nach Vallegrande und La Higuera, auf den Spuren des Ernesto Guevara de la Serna oder "Che" Guevara. Er wurde nach längerer Jagt durch die Berge im Dorf La Higuera exekutiert bzw. wie die Einheimischen behaupten, von einem betrunkenen Soldaten ermordet. In Vallegrande war bis 1997 seine Leiche und die einiger seiner Mitstreiter im Boden des Flugplatzes verscharrt. In der Nähe von Samaipata befindet sich der größte behauene Felsen der Welt. Vor der Inka-Zeit war El Fuerte ein großes Handels- und Kulturzentrum.


Diese Farnart im Nationalpark Amboro gibt es seit der Urzeit





Beim "Che" in La Higuera


El Fuerte, der größte von Menschenhand behauene Stein


In Paraguay waren wir zu Besuch bei Stefans Schulfreund Christian. Er lebt seit zwei Jahren mit seiner Familie in der Nähe von Asuncion. Sie bewirtschaften dort ein Grudstück und haben neben einem großartigen Swimmingpool unter anderem auch Bananen, Melonen, Mangos, Papayas und Kokospalmen im Garten.


Christian, Tosca, Sibille, Ralf, Iwona, Luna, Julia, Stefan und Florian



Ein Besucher (Einheimischer)

Das Itaipu Wasserkraftwerk ist eines der größten weltweit. Beinahe der gesamte Strombedarf Paraguays wird durch diese enorme Anlage gedeckt. Die Wasserfälle von Iguazu sind die größten und spektakulärsten unserer Erde. Sie befinden sich an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien.



Wasserkraftwerk Itaipu (Paraguay)




Die Wasserfälle von Iguazu. Sie sind 80 m hoch und zusammengerechnet ca. 2 km breit.



Auf dem Weg von Argentinien nach Uruguay. Am Busbahnhof weihen wir unseren neuen Matebecher und Bombilla ein. In Südostamerika wird überall und immer Mate-Tee getrunken. 
Sind die rosigen Zeiten schon vorbei? Stillgelegter Oldtimer in Colonial del Sacramento, Uruguay

Abgefackelter Christbaum in Buenos Aires

Wir fuhren über Uruguay nach Buenos Aires, wo wir Julias Sandkastenfreund Fabian und seine argentinische Freundin Sonia getroffen haben. Julia und Fabian hatten sich mehr als 15 Jahre nicht mehr gesehen und es war spannend ihn wiederzusehen bzw. ihn wiederzuerkennen. Wir verbrachten einen schönen Abend. 
Überall wo wir hinkommen ist was los. Zum Beispiel in Buenos Aires hatten Demonstranten am Abend unserer Ankunft (10. Jahrestag des Sturzes von Präsident Fernando de la Rua) den Christbaum abgefackelt.



Das Viertel "La Boca" von Buenos Aires ist, zumindest auf der Touristenseite, mit bunten Häusern, Cafes und Tango-Bars geschmückt.



Weihnachten verbrachten wir  in Bariloche, Patagonien. Umgeben von Seen und Bergen fühlt man sich fast wie daheim. Den Heiligen Abend feierten wir mit ca. 20 Leuten aus aller Welt in unserem Hostel, der Wirt hatte prima aufgekocht.




Manchmal wird es auch dem Nikolaus warm.

In einem Hostel gab es Bettwanzen. Alleine am linken Arm hatte Stefan 16 Stiche. Naja, manchmal gibts auch weniger schöne Erlebnisse.



Bei der Busfahrt über den Andenkamm von Bariloche, Argentinen, nach Pucon, Chile, sahen wir, wie die Asche des letzten Vulkanausbruchs in Chile bis zu einem halben Meter dick lag. Es sah aus wie Schnee. Die Bäume waren abgestorben und die Straßen in den Orten wurden teilweise bewässert, um den Staub zu binden.

Kein Schnee, sondern Asche

Unser Aufstieg auf den noch aktiven Vulkan Villarrico bei Pucon, Chile. Er besitzt einen ganz gleichmäßigen Kegel. Wir mussten ca. vier Stunden durch den Schnee steigen und das, obwohl wir seit zwei Monaten nur noch an Temperaturen jenseits der 20 Grad (plus) gewöhnt sind. Die Aussicht bei bestem Sonnenschein war atemberaubend und auch der Schwefelgestank. Am Tag zuvor konnten wir uns bei Mondschein in einer der vielen heißen Quellen so richtig entspannen.



Blick in den Krater

Silvester verbrachten wir in unserem Hostel, wieder international und am Strand des Lago Villarrica in Pucon, Chile. 

Nach 16 Stunden Busfahren legten wir einen Zwischenstop in Combabala bei Ovalle ein. Dort wurde 2009 ein Besucherobservatorium eröffnet. Wir konnten nochmal einen Blick ins Universum werfen. Wir wurden von anderen einheimischen mit zurück in die Stadt genommen und wurden dann um halb 12 Uhr noch zum Abendessen eingeladen.

 


Weil wir keinen Bus mehr in den Norden bekamen, waren alle voll, mussten wir in La Serena übernachten. Dafür wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang am Pazifikstrand und einem schönen Hostel belohnt.

La Paz in Bolivien ist die am höchsten gelegene Metropole der Erde, auf ca. 3600 m. Die Besiedlung zieht sich die Berghänge hinauf. Wobei im Gegesatz zu den meisten unserer Großstädte die Reichen und Schönen im Stadtzentrum wohnen und die ärmeren Leute am Stadtrand.

Wir befuhren mit geliehenen Fahrrädern die ehemals gefährlichste Straße der Welt. Seit 2006 gibt eine neue Streckenführung und die alte, schmale Schotterpiste ist jetzt für den Verkehr gesperrt. Früher galt nur auf dieser Straße ausnahmsweise Linksverkehr, damit die Bus- und LKW-Fahrer besser den Straßenrand sehen konnten. Trotzdem sind pro Monat mehrere Fahrzeuge den Hang hinuntergestürzt, mit fatalen Folgen.

Der Titicacasee hat einen bolivianischen und einen peruanischen Teil. Er liegt auf ca. 3800 m. Abends wirds auch im Sommer ziemlich frisch. Auf der Fahrt nach Copacabana müssen die Busse auf Kähne verladen werden, eine Brücke gibts nicht.

In der Nähe von Puno auf der peruanischen Seite des Titicacasees leben die Uro auf Schilfinseln. Boote und Hütten werden ebenfalls aus Schilf gefertigt. 


Wir fuhren mit dem Nachtbus nach Cusco, der Hauptstadt der Inkas. Dort sind neben tollen Bauten der Spanier auch noch Überreste der Incaarchitektur  zu sehen. Die Spanier hatten einfach die unchristlichen Incabauten abgerissen und die Steine für ihre eigenen verwendet. Nach einigen Erdbeben fielen die Kolonialbauten in sich zusammen aber die Incafundamente mit ihren passgenauen Steinen blieben stehen. Aber die fleißigen Spanier haben ihre Gebäude natürlich wieder aufgestellt.

 

An der Plaza de Armas

12-eckiger Stein in der Calle Hatunrumiyoc (übers. großer Stein)

Wir wanderten 2,5 Stunden entlang der Bahnstrecke von Hidroelectrica nach Aguas Calientes. Die Zugfahrt von Cusco zum Machu Picchu kostet einfach min. 43 US-Dollar. Aber es geht auch billiger: Umweg über Santa Maria mit Bus und Colectivo, ca. 7 Std. 30 Soles (8 Euro).


Wanderung in einer wundervollen Umgebung, Wildwasser und Steilhänge



Machu Picchu, eine von den Spaniern nicht entdeckte Siedlung inmitten gigantisch steiler Berge

 Wer spuckt zuerst?

Wieder unterwegs mit dem Nachtbus von Cusco nach Nasca. Wir heben ab und schauen uns die weltberühmten Linien an. Sie wurden vor über 2000 Jahren in der Schotterebene angelegt. Es sind hauptsächlich Scharrbilder und Linien. Den genauen Zweck hat man bis heute nicht herausfinden können.

Ein Kolibri

In der Nähe von Ica gibt es die Oase Huacachina. Sie liegt inmitten mehrer hundert Meter hoher Sanddünen. Ideal zum Sandboarden und Buggyfahren, einmalig in ganz Südamerika.

 

Die Oase Huacachina bei Ica

Rauf auf die Düne mit dem Buggy und runter mit dem Sandboard

In der  Nähe von Paracas gibt es ein Naturschutzgebiet in dem Seevögel und Seelöwen zu Hause sind.

Wir besuchten die Neumarkter Gerhard und Erwin im Kloster von Moro. Sie machen dort seit 9 Jahren für ca. 1 Monat im Jahr Freiwilligenarbeit und sind immer fleißig am Aufbauen und Reparieren. Für uns waren die vier Tage eine willkommene Abwechslung und Erholung von den Reisestapazen.

In der Stadt Trujillo gibt es die Ruinenstätte Chan Chan. Mit bis zu 100.000 Einwohnern war sie die größte präkolumbianische Stadt Südamerikas. Sie ist nur aus ungebrannten Lehmziegeln gebaut. Die seltenen Niederschläge (die letzten 11 Jahre hat es nicht geregnet) setzen ihr trotzdem stark zu. Manche Teile wurden deshalb restauriert aber andere sind schon völlig zerfallen.

 

Schilfboote in der Werkstatt

Wunderschöne Mosaiken an der Universität von Trujillo, hunderte von Metern lang

"ich häng mei Mörtlmischmaschin on"

Mit dem Nachtbus fuhren wir problemlos über die Grenze nach Ecuador. Die Stadt Cuenca hat viele schöne alte Gebäude. Bekannt ist die Stadt auch für die Herstellung der Panamahüte, es gibt Qualitäten von 25 bis zu über 1000 US-Dollar. Im Museo Banco Central Pumapungo kann man am Samstag kostenlos rein. Es sind neben den verschiedenen alten Währungen auch einige tolle Ausstellungen über Trachten und Traditionen zu sehen, unter anderem auch einige Schrumpfköpfe (fotografieren verboten, vielleicht wegen den bösen Geistern). In der Aussenanlage kann man ein paar Ruinen anschauen und Vögel bestaunen. Auch das Nachtleben in Cuenco ist recht lebhaft.


Das deutsche Honorarkonsulat



Hutfabrikation

Pfau im Garten des Museums


1,25 Liter

Von Banios aus machten wir eine organisierte Tour in den tropischen Regenwald Nähe Puyo. Nach der wirschaftlichen Nutzung dieses Teils des Urwaldes wird nun wieder mehr Wert auf die Wiederherstellung gelegt. Am Ostrand der Andenkette folgt unmittelbar das Amazonastiefland. Die Vegetation ist atemberaubend, exotische Früchte in Hülle und Fülle. Mit dem Indianerboot gings die Stomschnellen runter. Leicht durchnässt wanderten wir zu einem schönen Wasserfall und oben auf einer Terasse konnten wir einen herrlichen Blick auf das Amazonalbecken genießen.


Der Kur- und Wallfahrtsort Banios

Fahrt am Rande des Amazonasbeckens:Augen zu und durch

Der Beginn des Amazonasbeckens


Reisen bildet

In unserem Hostel gab es ein Dampfbad. Man sitzt in Holzkisten und über eine Rohrleitung wird Dampf auf einen Eucalypuszweig in der Kabine geleitet. Mittels eines Wasserhahns kann man selber die Temperatur regeln. Anschließend wird man mit einem Wasserschlauch kalt abgespritzt. Um die Gegend erkunden zu können, hatten wir uns eine 250-er ausgeliehen. Es gibt tolle Aussichtspunkte, ein Wasserkraftwerk und viele schöne Wasserfälle in der Umgebung. Im Wasser schwimmen auch Piranhas, ob sie auf dem Teller besser ausschauen ist Geschmackssache.



Schwitzkisten


Auf großer Fahrt


Piranha zum Abendessen 

Angekommen auf Santa Cruz, eine der zentralen Inseln des Galapagos-Archipels, statteten wir der Charles Darwin Forschungsstation einen Besuch ab. Dort werden u. a. vom Aussterben bedrohte Arten nachgezüchtet. Das kann ein äusserst langwieriger und schwerer Weg sein. Man bedenke, dass Riesenschildkröten über 300 Jahre alt werden können. Und wer hat schon so lange Zeit? An Stefans Geburtstag machten wir einen Ausflug an den Strand. Die Tortuga Bay ist ein 2,5 km langer, feiner  Sandstrand mit türkisblauem Wasser. Am Ufer laufen Leguane umher und im Wasser tümmeln sich zwischen den Badenden Pelikane.

Die Galapagos-Inseln sind durch vulkanische Aktivität mitten im Pazifik entstanden. Sie hatten nie Verbindung mit dem Kontinent. Deshalb konnten sich auf ihnen ganz spezielle Lebensformen entwickeln. Da die Inseln viele Kilometer Abstand voneinander haben, kommen manche Arten nur auf einer einzigen Insel vor, sonst nirgendwo auf der ganzen Welt!

Riesenschildkröte in der Charles-Darwin-Forschungsstation

 

Landleguan

Die Tortuga-Bay auf Santa Cruz

Strandfreuden

Pelikan und Badegäste

Unterwasserwelt


Wir buchten eine Tour auf die größte Insel Isabela. Für 150 Dollar pro Person für „3 Tage und 2 Nächte“. Wie sich dann herausstellte, fuhren wir am ersten Tag erst um 14 Uhr ab und am letzten Tag bereits um 5.30 Uhr in der Früh wieder zurück! 3 Tage? Wir haben aber dann kurzerhand die Rückfahrt verschoben und noch 2 weitere Tage auf unsere Kosten drangehängt und so war es dann auch wieder ok. Mit der Tour bestiegen wir den Vulkan Cero Negro, er hat einen Kraterduchmesser von 10 bis 11 Kilometer und ist damit der zweitgrößte der Welt. Dass es ein aktiver Vulkan ist merkt man, weil an manchen Stellen ist die Erde heiß ist und Dampf aus seinem Kraterboden aufsteigt. Der letzte Ausbruch eines Seitenschlotes war 2005. Es floss Lava in die Caldera, deshalb ist der Boden teilweise (noch) vegetationsfrei.

Ein Rochen in ca. 1 m Entfernung, für 5 Minuten!

Seehunde beim Spielen

Wasserschildkröte

Aus der Caldera steigt Dampf auf

Begegnung beim Radeln

Auf Isabela hatten wir uns mit unserer Freundin Ute verabredet und trafen sie abends in einem Restaurant. Sie macht zufällig zur gleichen Zeit wie wir Urlaub auf den Galapagos-Inseln.

Ute war mit uns auch schon in Sibirien

Nach den Inseln ging es zurück aufs Festland, in die Hauptstadt Äquadors: Quito. Sie liegt eingezwängt zwischen zwei Gebirgszügen, ist ca. 5 km breit und 50 km lang. Ausserdem sind es zum Äquator nur noch ca. 25 km in nördlicher Richtung. An einer Stelle ist er mit einer Linie markiert. Ein Monument markiert die Stelle, an der ein Franzose als erster Europäer die Lage des Äquators bestimmte, sie liegt etwa 240 m südlich des tatsächlichen. In einem netten Museum werden allerhand skurile Experimente gezeigt. Zum Beispiel soll es schwierig sein, beim Gehen auf der Äquatorlinie sein Gleichgewicht zu halten, dort heben sich die Anziehungskräfte der nördlichen und der südlichen Halbkugel auf  ;-)

besondere Anziehungskräfte auf der Äquatorlinie

Julia machte zusammen mit einer Reisefreundin aus Bremen einen Ausflug zu Thermalbädern und Stefan eine Tagestour in den Cotopaxi-Nationalpark. Bei  der Fahrt zum Fuß des Vulkans durchfährt man verschiedene Klimazonen. Der Wanderweg zur Eisgrenze beginnt am Parkplatz auf ca. 4800 Meter und geht bis auf ca. 5200 Höhenmeter. Es ist eine einfache Wanderung, allerdings in dünner Luft. Vom Parkplatz aus konnten wir mit Mountainbikes durch die tolle Landschaft wieder hinunterrauschen.

Der Cotopaxi, einer von 75 äquadorianischen Vulkanen

Unsere Fahrt durch Äquador führte uns in den Norden des Landes, nach Otovalo, das vor allem für seinen Samstagsmarkt und die Traditionsbewußtheit seiner Einwohner bekannt ist. Da dieser Landesteil wahrscheinlich nie durch die Inkas eingenommen wurde, ist viel von der alten Kultur erhalten geblieben. Dies zeigt sich auch im Kunsthandwerk und in der Kleidung.

traditionelle Kleidung in Otovale

Kolumbien ist das nördlichste Land Südamerikas. Es gibt 2 Andenausläufer, die von Nord nach Süd verlaufen. Dadurch ergeben sich interessante klimatische Verhältnisse. Die Berge sind nicht mehr so hoch wie in den südlichen Andenstaaten. Kolumbien ist meist von dichter Vegetation bewachsen. Wir waren für 4 Nächte in Solento. Dort gibt es Kaffeeplantagen und eine besondere Palmenart, die bis zu 60 m hoch wird.

Im Kreis steht Julia

 

Ein Kolibri

fast wie im wilden Westen: das bunte Salento

grüne Kaffeebohnen am Strauch, je nach Art werden sie rot oder gelb


Wir fuhren weiter durch die die Berge in die Hauptstadt Kolumbiens Bogota. In der Nähe gibt es ein großes Salzbergwerk. Die nicht mehr benutzten Stollen sind zu einer "Salzkathetrale" umgebaut worden. Mit vielen Lichteffekten wird eine schöne Stimmung erzeugt.


Salzkathetrale in der Nähe von Bogota

Wir wollten noch in die Karibik. Zur Karibikküste wären 22 Stunden Busfahren nötig gewesen, um uns diese Strapazen zu ersparen haben wir deshalb kurzentschlossen einen Flug nach San Andres, einer kolumbianischen Insel in der Nähe von Nicaragua, gebucht. Acht Tage lang genossen wir das karibische Leben.


Karibikstrand

 

 

Kuba Libre

Eine Kokosnuss aus dem Garten unserer Gastfamilie


Was da unten so alles los ist

Manchmal genügen auch ein paar Plastikwasserrohre

Nach unserem Rückflug nach Bogota nahmen wir einen Nachtbus nach San Gil, 6 Stunden Fahrt. Die restliche Zeit von 4 Uhr früh bis zum Sonnenaufgang um kurz vor 6 verbrachten  wir noch am Busbahnhof. Dann gings mit dem Taxi ins Hostel und am nächsten Tag zu einem 180 m hohen Wasserfall. Am Sonntag war Stefan beim Bungee-Springen, 35 m, und das für nur 17 EURO!

180 m Wasserfall bei San Gil

Stefan noch ohne Gummiseil

Stefan mit Gummiseil

Unser Rückflug über Puerto Rico war etwas abenteuerlich. Man benötigt ein e-Visum der USA um dort zwischenlanden zu dürfen. Obwohl man den Flughafen nicht verlässt, muss man die US Zoll- und Einreisevorschriften einhalten. Deshalb wurde unser Gepäck ausgecheckt und nochmals durchleuchtet. Wir hatten im Internet nachgesehen und nichts darüber gefunden, dass man Früchte und Samen nicht "einführen" dürfe. Als Kostprobe für die Daheimgebliebenen hatten wir jede Menge exotischer Früchte in den Rucksäcken. Erst nach zähen Verhandlungen mit den etwas uneinsichtigen Zollbeamten durften wir unsere gefährlichen Mitbringsel wieder einpacken und doch mitnehmen.

Entzugserscheinung, so gute Gummibärchen gibt es in Südamerika nicht

Frühling in Würzburg, Julia holte uns in Frankfurt vom Flughafen ab

Unsere künftige Lebensgrundlage

Wiedersehen mit Freunden

Neue Punkte in unserer Reisewelt

Zum Abschluss noch ein paar Informationen:

gefahrene Buskilometer:      ca. 25000

finanzieller Aufwand:          13200 EURO zu zweit

Regentage:                         ca. 10 auf 5 Monate :-)

Übernachtung meistens in privaten Hostels (hostelbookers.com, hostelworld.com)

Rucksack:                           Abfahrt 12 kg, Ankunft 18 kg

Wir haben sehr nette und interessante Leute getroffen, tolle Natur und grandiose Landschaften gesehen. Die gemeinsamen Erlebnisse der Reise bereicherten unsere Beziehung enorm. Unsere Wahrnehmung und Weltanschauung hat sich erweitert: Zur Nachahmung empfohlen!

Unsere Welt ist schön, vor allem auch daheim.

Vorraussichtlich im Herbst wollen wir unsere Bilder öffentlich zeigen und dazu ein paar Geschichten erzählen.

Julia und Stefan